{"id":23,"date":"2011-12-11T20:01:53","date_gmt":"2011-12-11T19:01:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/?p=23"},"modified":"2012-01-01T21:04:22","modified_gmt":"2012-01-01T20:04:22","slug":"prisoners-of-love","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/2011\/12\/prisoners-of-love\/","title":{"rendered":"Prisoners of love"},"content":{"rendered":"<h1>R\u00fccktirtt Gemeindepr\u00e4sidentin wegen gesundheitlicher Probleme des Ehemannes<\/h1>\n<p>Prisoners of love &#8211; das sind Frauen sehr h\u00e4ufig &#8211; vor allem wenn es um gesundheitliche Probleme von Familienangeh\u00f6rigen geht.<br \/>\nDen Ausdruck h\u00f6rte ich zum erstenmal an einer Veranstaltung &#8222;Br\u00fcchiger Generationenkitt?<br \/>\nGenerationenbeziehungen im Umbau&#8220;am Forum f\u00fcr Universit\u00e4t und Gesellschaft von Prof. Dr. Pasqualina Perrig-Chiello.<\/p>\n<p>Heute steht in der Zeitung, die Gemeindepr\u00e4sidentin von Kirchlindach trete wegen gesundheitlicher Probleme ihres Ehemannes zur\u00fcck. Dies best\u00e4tigt die Theorie, dass Frauen ein anderes Wertesystem haben. Die Gemeindepr\u00e4sidentin habe auch mal eine Wanderung nach Rom wegen kritischem Gesundheitszustand ihres Vaters unterbrochen. Sogar Hilary Clinton annullierte k\u00fczlich eine wichtige Reise zu einem politischen Treffen, weil ihre hochbetagte Mutter gesundheitlich in kritischem Zustand war. Sarkozy aber war nicht einmal bei der Geburt seines Babys dabei.<br \/>\nM\u00e4nner reagiern auf ernsthafte gesundheitliche Probleme im famili\u00e4ren Umfeld eher mit Ueberforderung &#8211; dass Paare mit behinderten Kindern signifikant h\u00e4ufiger scheiden, h\u00e4ngt oft mit der Ueberforderung des Vaters und einer Mutter, die sich alleingelassen f\u00fchlt, zusammen. Auch die Tatsache, dass Ehem\u00e4nner in unserer Kultur duchschnitttlich 7 Jahre \u00e4lter sind als ihre Ehefrauen ist eine Diskriminierung, die kaum jemand<br \/>\nbeanstandet: da Frauen eine h\u00f6here Lebenserwartung haben, bedeutet dies: M\u00e4nner haben im oft pflegeintensiven letzten Lebensabschnitt h\u00e4ufiger eine unterst\u00fctzende Partnerin an ihrer Seite, w\u00e4hrenddem der g\u00f6sste Teil der pflegebed\u00fcrftigen hochbetagten Frauen bereits verwitwet ist. Ein j\u00fcngerer Partner gef\u00e4hrdet sogar ihre Gesundheit, weil dies gegen gesellschaftliche Normen verst\u00f6sst. Extremes Beispiel f\u00fcr eine &#8222;lebenverl\u00e4ngernde&#8220; Ehe eines Mannes ist der \u00fcber 100j\u00e4hrige Johannes Heesters mit seiner jungen Frau, die in erster Linie sein Gesundheitscoach ist.<\/p>\n<p>Ich kenne keinen Politiker, der wegen gesundheitlicher Probleme in der Familie sofort von seinem Amt zur\u00fcckgetreten ist (was \u00fcbrigens auch eine finanzielle Einbusse bedeutet). M\u00e4nner m\u00f6gen in solchen Situationen nicht auf den guten Lohn und das Ansehen des Amtes verzichten &#8211; gelegentlich mit der Folge, dass die Qualit\u00e4t ihrer Amtsf\u00fchrung unter der privaten Ueberforderung leidet &#8211; und noch viel mehr leiden dann die Opfer dieser schlechten Amtsf\u00fchrung, wie ich und eine andere Mutter eines behinderten Kindes. (wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass es ausgerechnet F\u00e4lle sind, in denen Gebrechlichkeit ein Thema ist&#8230;.) . Amtsverweser Urs Gasche unterbrach, als seine erste Frau im Koma lag, seine Anwalts\u00e4tigkeit und vertrat den Fraubrunner Statthalter Urs W\u00fcthrich (SP), der wegen des Krebsrezidivs seiner Ehefrau ebenfalls gerade \u00fcberfordert war und den Schock auf einer Auslandreise verarbeitete. Neonationalrat Gasche (BDP) war damals(noch SVP)mit meiner Beschwerde gegen den Obhutsentzug derart \u00fcberfordert, dass er sie &#8222;einkellerte&#8220; &#8211; \u00e4hnlich wie bei den eingekellerten Asylantr\u00e4gen auf einer Schweizer Botschaft im Ausland, wo es schweirig ist, auszumachen, ob Blocher oder Widmer-Schlumpf f\u00fcr das Verschleppen verantwortlich ist &#8211; ist es auch in meinem Fall schwierig zu eruieren , wer haupts\u00e4chslich f\u00fcr das Verschleppen verantwortlich war. Es ist auch kein Zufall, dass eine Frau, (lic iur) feststellte, der Fall sei vom Statthalteramt Fraubrunnen &#8222;verschlampt&#8220; worden. Gasche und W\u00fcthrich haben in der schwierigern Zeit der gesundheitlichen Probleme ihrer Frauen gleichzeitig ihre finanzielle Situation optimiert!<br \/>\nStatthalter W\u00fcthrich liess sich erst Jahre sp\u00e4ter vorzeitig pensionieren, als seine Frau bereits todkrank war. Im Zeitungsartikel wurde noch erw\u00e4hnt, dass er den optimalen Zeitpunkt f\u00fcr eine Fr\u00fchpensionierung abgewartet hatte, begr\u00fcndet wurde die Fr\u00fchpensionierung mit &#8222;famili\u00e4ren&#8220; Gr\u00fcnden, nicht explizit mit gesundheitlichen Problemen seiner Frau &#8211; der Kirchlindacher Gemeindepr\u00e4sidentin (FDP) aber ist es zurecht kein bisschen peinlich, wenn im Zeitungsartikel die gesundheitliche Situation ihres Ehemannes beschrieben wird&#8230;<br \/>\nMeine S\u00f6hne und ich &#8211; wir wurden nach dem tragischen Tod des behinderten Kindes und der Scheidung noch finanziell ruiniert. Mir wurden sogar die Betreuungsgutschriften unterschlagen, auf die ich Anrecht gehabt h\u00e4tte, weil ich wegen der 24st\u00fcndigen Betreuung des behinderten Kindes noch meinen kleinen Teilzeitjob als Englischlehrerin aufgegeben hatte. Uunterschlagen wurde mir nat\u00fcrlich auch mein sechsstelliges Eigengut &#8211; man n\u00fctzte es aus, das man eine Frau, der gerade ein Kind gestorben ist, sehr einfach finanziell \u00fcber&#8217;s Ohr hauen kann &#8211; auch meine Selbstversorgungskapazit\u00e4t wurde von Scheidungsrichter Markus B\u00e4rtschi(SVP)nicht abgekl\u00e4rt (ich hatte dem Ehemann mit meinem Erbe das Jusstudium finanziert und meine akademische Laufbahen f\u00fcr die Familie aufgegeben). Ich war eben immer ein prisoner of love: als Muttertier fiel ich auf jede Erpressung, jeden faulen Kompromiss herein, um den geliebten S\u00f6hnen, die ja ihren Bruder verloren hatten, eine Kampfscheidung zu ersparen. In einem der vielen nicht beschwerdef\u00e4higen Briefe des Statthalters wurde mir der Verzicht auf eine Kampfscheidung sogar vorgeworfen . Das Absurdeste von allem: sp\u00e4ter wurde mir befohlen, das schwermehrfachbehinderte Kind und seinen Tod mit 4 Jahren aus meinem Lebenslauf zu streichen, weil ich sonst auf dem Arbeitsmarkt keine Chance h\u00e4tte<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00fccktirtt Gemeindepr\u00e4sidentin wegen gesundheitlicher Probleme des Ehemannes Prisoners of love &#8211; das sind Frauen sehr h\u00e4ufig &#8211; vor allem wenn es um gesundheitliche Probleme von Familienangeh\u00f6rigen geht. Den Ausdruck h\u00f6rte ich zum erstenmal an einer Veranstaltung &#8222;Br\u00fcchiger Generationenkitt? 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