{"id":350,"date":"2012-04-12T21:54:38","date_gmt":"2012-04-12T20:54:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/?p=350"},"modified":"2012-04-12T21:56:13","modified_gmt":"2012-04-12T20:56:13","slug":"gunter-grasslich-schlummerndes-antisemitismus-virus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/2012\/04\/gunter-grasslich-schlummerndes-antisemitismus-virus\/","title":{"rendered":"G\u00fcnter Gr\u00e4sslich &#8211; schlummerndes Antisemitismus-Virus?"},"content":{"rendered":"<p>Ich erlaube mir einen mutigen Vergleich: ich vergleiche das Antisemitismus-Virus mit dem Herpesvirus: einmal angesteckt, meist in der Jugend, schlummert das Virus (gegen das es keine eigentliche Heilung gibt) im Organismus und versursacht bei Schw\u00e4chung des Organismus eine erneute Entz\u00fcndung. Sogesehen w\u00fcrde das Antisemitismus-Virus nun bei G\u00fcnter Grass mit seinem gr\u00e4sslichen Gedicht im Alter wieder aktiv, nachdem er in seiner Jugend und bei der WaffenSS infisziert worden war.<\/p>\n<p>Das im K\u00f6rper schlummernde Herpesvirus kann wieder aktiv werden bei Schw\u00e4chung durch zuviel Sonneneinstrahlung, Grippe oder anderen Infektionen, hormoneller Umstellung (herpes menstrualis) emotionalem Stress oder Altersschw\u00e4che.<\/p>\n<p>Das schlummernde antisemitische Virus kann wieder aktiv werden bei Trunkenheit (Mel Gibsons antisemitische Spr\u00fcche im Suff), narzisstischer Kr\u00e4nkung (antisemitische Spr\u00fcche eines Regisseurs wegen Neid auf die erfolgreicheren j\u00fcdischen Regisseure\/antisemitische Spr\u00fcche eines Modedesigners aus Neid auf das j\u00fcdische Tallywelly) oder eben Schw\u00e4chung durch den Alterungsprozess beim alternden Grass, wodurch das Antisemitismus-Virus reaktiviert wurde.<\/p>\n<p>Den Vorgang des schlummernden Antisemitismus-Virus habe ich auch in meinem Clan beobachtet. Als meine 85j\u00e4hrige gesundheitlich angeschlagene Mutter sagte, sie wolle nicht bei Loeb einkaufen, denn der sei doch ein Jude, k\u00f6nnte dies ein Flashback des Spruchs &#8222;kauft nicht bei Juden&#8220; sein, den sie in ihrer Jugend im Emmental geh\u00f6rt hatte und der jetzt wieder auftaucht, weil ihre intellektuellen F\u00e4higkeiten abnehmen.<\/p>\n<p>Mein Vater &#8211; aufgewachsen im Thurgau, das durch seine geographische N\u00e4he zu Deutschland ziemlich stark mit dem antisemitischen Virus inifisziert wurde, blieb zeitlebens bis zu seinem Suizid ein Antisemit, was vermutlich auch mit seiner (leider nie diagnostizierten) autistischen St\u00f6rung zusammenhing. Er machte die Gleichung Jude gleich Geldgier und finanzielle Ausbeutung: f\u00fchlte er sich vom Viehh\u00e4ndler \u00fcbervorteilt, bezeichnete er ihn als Juden. Er hatte wohl das schreckliche antisemitische Bild der Judensau als Clich\u00e9 verinnerlicht, mir war aber klar, dass es sich um Verleumdung der Juden handelte. Vermutlich waren Bauern auch besonders empf\u00e4nglich f\u00fcr die Blut und Boden- Mentalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Ich war gegen das Antisemitismus-Virus von Anfang an immun &#8211; es bewirkte sogar , dass ich mich von Kindsbeinen an mehr f\u00fcrs Judentum als f\u00fcrs Christentum interessierte &#8211; anf\u00e4nglich eher heimlich, um unangenehme Konfrontationen mit dem Rest der Familie zu\u00a0 vermeiden, mit zunehmender Reife distanzierte ich mich immer mehr \u00f6ffentlich vom Christentum, womit ich mir aber im frommen Kanton Bern riesige Probleme einhandelte. Beim ersten Sohn gab ich dem Druck der Verwandten noch nach und taufte ihn noch, die weiteren Kinder taufte ich nicht mehr.<\/p>\n<p>Leider war meine \u00e4lteste Schwester \u00fcber unseren Vater mit dem antisemitischen Virus infisziert worden. Sie wurde eine sehr fromme Christin, agierte bei Nachbarn als Christkind, schloss sich der jungen Kirche an und wurde Sonntagsschullehrerin. Der religi\u00f6se Konflikt mit meiner Schwester pr\u00e4gt mein Leben bis heute auf verheerende Art. Sie stieg in die Politik ein, wurde Gemeinder\u00e4tin und Pr\u00e4sidentin der SVP- Frauen Amt Bern und missbrauchte ihre Machtstellung, um Kapital aus diesem religi\u00f6sen Konflikt zu schlagen, unterst\u00fctzt von ihrem ebenfalls frommen zweiten Ehemann, der Kirchgemeinderat wurde.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt wurde sie auch vom Clan eines befreundeten einflussreichen Parlamentariers und dem korrupten Regierungsstatthalter, der im Kanton Bern eigentlich die Kirche \u00fcberwachen sollte. In meinem Fall verschloss er die Augen vor Verst\u00f6ssen gegen das Kirchenrecht und Missachtung meines religi\u00f6sen Selbstverst\u00e4ndnisses als sorgeberechtigte Mutter, weil er selbst in der reformierten Kirche sehr aktiv ist und meine Schwester privat kennt &#8211; den Beweis f\u00fcr seine Korruption lieferte er gleich selbser, als er sie an die Beerdigung seiner Frau einlud.<\/p>\n<p>Wie einst die T\u00e4ufer, die die Babytaufe ablehnen, wurde ich daf\u00fcr abgestraft, keine richtige Christin zu sein und meine S\u00f6hne zuwenig christlich zu unterweisen, meine Schwester organisierte sogar eine &#8222;Zwangstaufe&#8220; meines achtj\u00e4hrigen Zweitgeborenen. Diese Amtsanmassung der Gemeinder\u00e4tin, die sich bis heute\u00a0 so benimmt, als w\u00e4re sie nicht meine Schwester, sondern meine Vormundin, l\u00e4sst sich einreihen in die vielen lange totgeschwiegenen Schandtaten der Vormundschaftsbeh\u00f6rden, die christlich motiviert waren und wo man M\u00fctter um ihre Kinder beraubte und die an &#8222;human trafficking&#8220; grenzen.<\/p>\n<p>Es war ein verh\u00e4ngnisvoller Fehler, den Wunsch meiner Schwester, Taufpatin des Erstgeborenen zu werden, zu erf\u00fcllen. Ich verf\u00fcgte aber zum Zeitpunt der Taufe nicht \u00fcber die Informationen, die mir gezeigt h\u00e4tten, dass sie als Taufpatin vollkommen ungeeignet war, weil die Gefahr bestand, dass sie sich einen \u00fcberm\u00e4ssigen und anmassenden Einfluss auf meinen Sohn und auch meine nachfolgenden Kinder geltend machen w\u00fcrde.\u00a0 Erst sp\u00e4ter erfuhr ich, dass sie heimlich in Holland abgetrieben hat (die Hollandreise war als Besuch ihrer ehemaligen Gastfanmilie in Holland getarnt worden) und dass sie wegen der Unfruchtbarkeit ihres zweiten Ehemannes und seiner Abneigung gegen eine artificial insemination by donor oder Adoption kinderlos bleiben w\u00fcrde und dass sogar die Gefahr des Kindersdiebstahls bestand. Von der Fr\u00f6mmigkeit des Clans ihres Gatten erfuhr ich auch erst sp\u00e4ter. Schockiert war ich auch, als sie mir vordozierte, es sei Aufgabe einer Taufpatin, dar\u00fcber zu wachen, dass ihr G\u00f6ttibub und sein Bruder im richtigen christlichen Glauben erzogen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Leider wurde das antisemitische Virus, mit dem sie unser Vater infisziert hatte, bei meiner Schwester zweimal besonders aktiv: nach Ferien bei seiner Gotte verzierte mein Sohn die Ostereier mit Hakenkreuzen, da verstand ich keinen Spass, nur war mir damals noch zuwenig klar, dass das mit ihrer Beeinflussung zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte. Der Erstgeborene hat n\u00e4mlich die F\u00e4higkeit, Tendenzen, die in der Luft liegen, aufzusaugen wie ein Schwamm, nicht dar\u00fcber zu reden, sie dann aber gestalterisch auszudr\u00fccken.<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise sp\u00fcrte er sogar eine latente antisemitische Tendenz im Osterfest wegen der Judas-Problematik &#8211; schliesslich gibt es Kulturen, bei denen es zur Ostertradition geh\u00f6rt, einen symbolischen Judas zu schlagen, als Strafe daf\u00fcr, dass er Jesus verraten hat. Es ist sicher kein Zufall, dass der Richter zu meinem Beweisantrag nur protokollierte &#8220; bemalte Ostereier&#8220;\u00a0 und die Tatsache unterschlug, dass es sich bei der Bemalung um Hakenkreuze handelte! Dieser Richter geh\u00f6rt der Partei an, die von Anfang gegen die Rassismusstrafnorm war und diese gem\u00e4ss Parteiprogramm abschaffen m\u00f6chte, n\u00e4mlich der SVP.<\/p>\n<p>Brutal zugeschlagen hat das Antisemitus-Virus meiner Schwester ein zweites mal, vor dem Abbruch unseres Elternhauses. Ich erfuhr davon aus der Zeitung, nachdem bereits mehrere Abfallmulden gef\u00fclt worden waren. Der Abbruch war von meiner Schwester eingef\u00e4delt worden zwecks Versilbern des Baulandes , ich musste eingeschriebe Briefe an meine Mutter und die Gemeinde schreiben, damit ich noch sicherstellen konnte, was dort noch von mir gelagert war. Aber ich musste mit Schrecken feststellen: meine akademische Arbeit \u00fcber Dr. Josef Goebbels, die ich f\u00fcr Prof. Peter D\u00fcrrenmatt geschreiben hatte und die D\u00fcrrenmatt sehr gelobt hatte, war bereits entsorgt worden!!!! In dieser Arbeit hatte ich Goebbels als narzisstisch gest\u00f6rt bezeichnet und auch die Schweizer Frontisten erw\u00e4hnt und davor gewarnt, sich zu stark von der akademischen Elite beeindrucken zu lassen.<\/p>\n<p>Meine Schwester legnete auch den Judenmord von Payerne &#8211; immer wieder musste ich sie aufs Buch &#8222;un juif pour l&#8217;exemple&#8220; hinweisen, sie behauptet, zum Judentum zu konvertiern sei unm\u00f6glich\u00a0 und schon die Tatsache, dass ich eine Konversion zum Judentum \u00fcberhaupt erw\u00e4ge, sei ein Enterbungsgrund, was juristischer Quatsch ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich erlaube mir einen mutigen Vergleich: ich vergleiche das Antisemitismus-Virus mit dem Herpesvirus: einmal angesteckt, meist in der Jugend, schlummert das Virus (gegen das es keine eigentliche Heilung gibt) im Organismus und versursacht bei Schw\u00e4chung des Organismus eine erneute Entz\u00fcndung. &hellip; <a href=\"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/2012\/04\/gunter-grasslich-schlummerndes-antisemitismus-virus\/\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-350","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=350"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":352,"href":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/350\/revisions\/352"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=350"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=350"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=350"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}