{"id":401,"date":"2013-02-17T14:00:16","date_gmt":"2013-02-17T13:00:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/?p=401"},"modified":"2013-02-17T15:18:19","modified_gmt":"2013-02-17T14:18:19","slug":"wichtigeres-zu-tun-haben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bigmouth.ch\/blog\/2013\/02\/wichtigeres-zu-tun-haben\/","title":{"rendered":"Familienartikel: Reden um den heissen Brei"},"content":{"rendered":"<p>Was in der Debatte um den Familienartikel verschwiegen wird: von allen M\u00f6glichkeiten eines Mannes, eine Frau zu kontrollieren, sind gemeinsame Kinder das m\u00e4chtigste Mittel &#8211; so steht es doch geschrieben im Christentum und Islam.<\/p>\n<p>Auch wenn ich die Propaganda im SVP-Extrablatt grenzwertig finde und den Ausdruck &#8222;Staatskinder&#8220; bl\u00f6d finde &#8211; denn man k\u00f6nnte die Verdingkinder oder andere Opfer vormundschaftlicher Zwangsmassnahmen ebensogut als Staatskinder bezeichnen &#8211; stimme ich gegen den Familienartikel. Ich entschloss mich nach Lesen des Gesamtwerkes von Sigmund und Grundstudium P\u00e4dagogischer Psychologie dazu, f\u00fcr die Kinder auf eine Karriere zu verzichten.<\/p>\n<p>Das Kostbarste, was eine Mutter ihren Kindern, wenn sie noch klein sind, schenken kann, ist ZEIT! Das grosse Paradox: dies hindert sie beim Verzicht auf Erwerbst\u00e4tigkeit daran, m\u00f6glichst viel von dem zu haben, was die Kinder dann sp\u00e4ter fordern: GELD &#8211; die kleinen Stalker, die der Mama dauernd an der Brust oder am Rockzipfel hingen und sie bis aufs WC verfolgten, rechnen ihr sp\u00e4ter vor, was man sich bei zwei elterlichen Einkommen alles leisten k\u00f6nnte&#8230;<\/p>\n<p>Sollte sich eine Hausfrau scheiden lassen und hat sie noch das Pech, von einen frommen Macho- Richter gerichtet zu werden, werden ihr im Extremfall sogar ihr Eigengut, die H\u00e4lfte der Pensionskasse und die Erziehungsgutschriften unterschlagen &#8211; anderseits gibt es M\u00fctter, die sich von einem Promi schw\u00e4ngern lassen und sich bei der Scheidung als Golddigger profilieren.<\/p>\n<p>Also liebe Frauen: wer sich von einem Mann (und nicht der Samenbank) schw\u00e4ngern l\u00e4sst, wird erpressbar und\u00a0 &#8222;bis dass der Tod euch scheidet&#8220; wird viel weniger mit einer Heirat, sondern mit dem Entscheid, zugunsten der Kinderbetreuung auf eigene Erwerbst\u00e4tigkeit zu verzichten, verbrieft! Solltet ihr ausschliesslich S\u00f6hne geb\u00e4ren, werden diese zu Statthaltern ihres Erzeugers und verteidigen seinen Machtanspruch.<\/p>\n<p>Deshalb w\u00e4re ein prenuptial agreement nicht schlecht.<\/p>\n<p>Die Scheidungsrate ist bei traditioneller Rollenverteilung nat\u00fcrlich viel tiefer &#8211; aber nat\u00fcrlich spricht niemand davon, dass es vielen Bef\u00fcrwortern der traditionellen Rollenverteilung um Scheidungspr\u00e4vention geht! Kinder, die sich an das viele Herumgereichtwerden zwischen vielen Betreuungspersonen gewohnt sind, f\u00fcr die ist es keine Katastrophe, wenn ihre Erzeuger sich trennen, f\u00fcr Kinder einer traditionellen Familie bedeutet die Trennung der Eltern eine viel gr\u00f6ssere Umstellung im Alltag. Erwartungsgem\u00e4ss w\u00e4ren die Scheidungsverbieter am ehesten in der CVP zu finden &#8211; aber erstaunlicherweise ist die CVP f\u00fcr den Familienartikel. Ich kann mir Familienzeit morgens von 6 bis 8 Uhr bei Familie Wertli-Meierhans (CVP) einfach nicht gem\u00fctlich vorstellen &#8211; die Theorie der &#8222;qalitiy-time&#8220; greift angesichs des jungen Alters der Kinder (3 1\/2 und 2) auch noch nicht so recht.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher sagten B\u00e4uerinnen, das Sch\u00f6ne an den Enkeln sei, dass man f\u00fcr die Zeit habe. B\u00e4uerinnen kamen sehr gut ohne Kinderkrippen\u00a0 aus, sie wurden von ihren M\u00fctten oder Schwiegerm\u00fcttern unterst\u00fctzt. Das Gerede vom &#8222;gender mainstreaming&#8220;\u00a0 ist irgenwie seltsam und \u00fcbersieht viele biologischen facts , z.B. unterschiedliche Hirnstrukuten der Geschlechter. Bei den V\u00f6geln ist die Aufzucht der Jungen partnerschaftlich geregelt, aber bei den S\u00e4ugetieren &#8211; zu denen der Mensch auch geh\u00f6rt &#8211; nehmen die V\u00e4ter kaum an der Betreuung der Jungen teil . Bei den Affen werden Junge von ihren V\u00e4tern als Staussymbol herumgetragen oder zum Vermindern von Aggressionen eingesetzt, m\u00e4nnliche L\u00f6wen bringen die Brut anderer L\u00f6wen sogar um. Die Jungen verk\u00f6rpern bei den S\u00e4ugetieren in erster Linie den Machtanspruch eines m\u00e4nnlichen Tieres auf sein Weibchen oder seinen Harem.<\/p>\n<p>Kein Mensch spricht davon, dass es bei der Domestizierung der Frau und bei der Tatsache, dass sie bis vor kurzem den Namen des Gatten annehmen musste, um den m\u00e4nnlichen Machtanspruch ging. Die lateinischen Ausdr\u00fccke &#8222;Pater Familias&#8220; und &#8222;in matrimonium ducere&#8220; sprechen aber eine deutliche Sprache.<\/p>\n<p>Wie schon immer, werden Kinder, wenn die eigene Mutter sie nicht selber betreuuen will oder kann, einfach von anderen Frauen betreut (gelegentlich sogar geklaut!) &#8211; fr\u00fcher gratis von Verwandten &#8211; heute sollen vom Staat Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr Frauen geschaffen werden &#8211; wie einst bei den Ammen w\u00fcrden damit die einen Frauen zu Underdogs von anderen Frauen degradiert &#8211; die Wichtigeres zu tun\u00a0 zu haben (sprich: mehr verdienen als eine Tagesmutter oder Kleinkindererziehrin)<\/p>\n<p>Fr\u00fcher hiess es auch , der beste Beruf f\u00fcr eine Frau sei Lehrerin, denn das n\u00fctze ihr sp\u00e4ter auch als Familienfrau\u00a0 &#8211; welches Privileg f\u00fcr Kinder, wenn die Vollzeitmutter eine p\u00e4dagogische Ausbildung hat!<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wird von den Gleichmachern verschwiegen, dass solche unerh\u00f6rten Privilegien abgeschaft werden sollen. Unter Migrantinnen ist es bereits bekannt, dass man in der Schweiz dank Alimentenbevorschussung und Sozialhilfe Kinder &#8222;mit dem Staat&#8220; haben kann und dabei gut \u00fcber die Runden kommt.<\/p>\n<p>Es ist wie im Song &#8222;Where have all the cowboys gone? I will raise the children while you pay all the bills&#8220;\u00a0 &#8211; Verantwortungsvolle Familienv\u00e4ter, die stolz darauf sind, eine Familie ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen, sind vom Aussterben bebroht und werden ersetzt durch M\u00e4nner mit Zuh\u00e4ltercharme, die sich vor allem f\u00fcr das Einkommen einer Frau interessieren.<\/p>\n<p>Es geht um Macht und Geld &#8211; typisch m\u00e4nnliche Werte! Viele manipulierte Frauen bereuen erst auf dem Sterbebett, keine Kinder gehabt zu haben oder die wichtigsten Jahre ihrer Kinder (die fr\u00fchen) verpasst zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was in der Debatte um den Familienartikel verschwiegen wird: von allen M\u00f6glichkeiten eines Mannes, eine Frau zu kontrollieren, sind gemeinsame Kinder das m\u00e4chtigste Mittel &#8211; so steht es doch geschrieben im Christentum und Islam. 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